Jonas Winter

Jonas Winter

Mittwoch, 29 Oktober 2025 14:57

Lisa-Marie Rolly

- Student (BA Soziologie)
- Social-Media-Tätigkeit und Kreativarbeit bei PATIO
- Konzeption, Erstellung und grafische Gestaltung der Social-Media-Inhalte

Freitag, 26 September 2025 12:56

In Gedenken an Ekkehard Büchler

Gründervater der Österreichischen Selbsthilfegruppe “Prostatakrebs”

Ekkehard Franz Büchler wurde 1941 in Krakau geboren; 1944 flohen er und seine Mutter nach Bad Ischl, bis die Familie 1955 nach Wien zog. 1962 heiratete er seine Frau Susanna, mit der er drei Töchter bekam. Nachdem 1978 Susanna an Brustkrebs erkrankte; Ekkehard unterstützte sie als ehrenamtlicher Rechnungsprüfer in der Frauenselbsthilfe nach Krebs – seine ersten „Lehrjahre“ in einer Selbsthilfegruppe.

Seine eigene Krebsdiagnose erhielt er 1993 durch einen Zufallsbefund: ein Hochrisiko-Prostatatumor bei einem PSA-Wert von 27,4. Die Operation und dessen Folgen prägten Ekkehard so stark, dass er sich kurz darauf dazu entschloss, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. So gründete er 1997 gemeinsam mit  Prim. Dr. Otmar Zechner die “Selbsthilfe Prostatakrebs” in Wien. Schon bald darauf wurde er erstmals als Obmann der Selbsthilfegruppe zum ORF eingeladen, um über die Probleme der Krankheit zu sprechen. Spätestens jetzt war Ekkehard zum nationalen Gesicht für Prostatakrebs geworden - eine Rolle, die er mit einem Selbstbewusstsein verkörperte, die einem Zusehenden schon bei Ekkehards bloßem Auftreten das damals übliche Stigma eines Prostatakrebs-Betroffenen überdenken ließ. Ekkehards alleinige Präsenz gab zu verstehen: Nein, Prostatakrebs macht nicht schwach, Prostatakrebs macht nicht unmännlich und vor allem macht Prostatakrebs nicht den Menschen, der man ist.

Die folgenden Jahre nutzte er, um sich aktiv um die Interessen Prostatakrebs-Betroffener zu kümmern, monatliche Vorträge mit Expert:innen zu organisieren, ein Netzwerk aus Urolog:innen in ganz Österreich sowie auch europaweit aufzubauen und wertvolle Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Ekkehard gelang es regelmäßig, Prostatakrebs in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und jene unangenehmen Nebenwirkungen zu thematisieren, die bis dato in zehrender Schweigsamkeit gehüllt waren.

Ekkehards Botschaft

Ekkehard war ein klarer Befürworter von Prostatakrebszentren. Hier sollten Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen, Sexualmediziner:innen und alle weiteren Hauptakteure im Krankenverlauf eines Betroffenen zusammenarbeiten, um bestmögliche Lebensqualität zu garantieren. Wechselt der Patient - so wie derzeit oft - zum niedergelassenen Urologen, so weiß das Spital nicht, wie die Krankengeschichte verläuft. Ergo: Die Nachwirkungen der Behandlung können nicht mehr ordentlich erfasst werden. Und so geht auch das Wissen darüber verloren, welche Behandlung im Sinne der Lebensqualität, allen voran hinsichtlich Inkontinenz und Impotenz, erfolgreich war und welche nicht. Die Bestrebungen zu solchen Zentren, die den gesamten Krankheitsverlauf protokollieren, existieren zwar, konnten jedoch bis dato nicht umgesetzt werden. Insofern kritisierte Ekkehard, dass aus Ärztesicht - wenn überhaupt - lediglich die Überlebensrate für die Evaluierung als Erfolg herangezogen wird, ohne Blick auf die Verluste, die damit einhergehen. Er verwies dahingehend auf das schwedische Krebsregister, das dort die Qualitätserfolge von Therapien nachhaltig aufzeichnet, und forderte ein österreichisches Äquivalent.

In jedem Fall leistete Ekkehard mit seinen Taten und Interviews einen wertvollen Beitrag für alle Betroffene von Prostatakrebs und soll dafür in Erinnerung bleiben. Er unterstützte die Gründung PATIOs und ist hauptverantwortlich für die enge Zusammenarbeit mit den Österreichischen Selbsthilfegruppen, die bis heute Kern unserer Aufgabe ist.

Autor: Jonas Winter

Krebs & Krafttraining – Wie passt das zusammen? Prof. Dr. Richard Crevenna, Experte für Rehabilitation und physikalische Medizin, praktiziert im Allgemeinein Krankenhaus Wien und spricht in unserer neuen Video-Reihe über die Rolle von Training bei (Prostata-)krebs. Er spricht darüber, warum gezieltes Krafttraining bei Krebs effektiv sein kann, welche Art der Bewegung dabei eingesetzt wird und was Betroffene dabei wissen und beachten sollten.

Wann ist ein Mann ein Mann? Für viele hängt Männlichkeit immer noch stark mit Erektionsfähigkeit zusammen. Doch was passiert, wenn das nicht (mehr) so funktioniert wie gehabt? Impotenz betrifft viele – und trotzdem wird kaum darüber gesprochen. Prof. Dr. Michaela Bayerle-Eder ruft dazu auf, Klischees zu hinterfragen und offen über männliche Identität zu reden.

Anlässlich des internationalen Männertags am 19. November haben sich im Rahmen unserer jährlichen Movember-Kampagne wir vom Prostatakrebsprojekt PATIO mit John Harris Fitness und Alfons Haider zusammengetan, um das Bewusstsein für Männergesundheit zu stärken. Viel Bewegung, eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Checkups (wie z. B. die Kontrolle des PSA-Werts im Blut) können dein Leben verlängern! Was tust Du für deine Gesundheit?

Samstag, 02 August 2025 14:16

Interview mit Haidtrainer von John Harris

Jeden November setzen wir in unserem Aktionsmonat gemeinsam mit John Harris Fitness auf Krebsprävention und Unterstützung im Genesungsprozess durch Bewegung – nicht nur vor, sondern auch nach einer Prostataoperation. Wusstest du, dass sportliche Aktivität deine Genesung beschleunigen und Nebenwirkungen reduzieren kann? Es geht um mehr als Fitness – es geht um Lebensqualität! Bleib aktiv, bleib gesund – gemeinsam machen wir Männergesundheit zum Dauerthema.

Bewegung ist die beste Medizin! Nach jahrelanger Berufserfahrung in der Pharmabranche, ist Ernst Minar, Gründer von John Harris Fitness, zur Überzeugung gekommen, dass Bewegung für die Gesundheit und Krankheitsprävention essenziell ist. Gemeinsam mit John Harris Fitness motivieren wir euch im Movember, aktiv zu bleiben und alles Mögliche für die beste Lebensqualität mit Krebs zu tun!

Samstag, 02 August 2025 14:04

Interview mit Journalist Alexander Greiner

Zwischen Ehrlichkeit und Feingefühl: Alexander Greiner war von Hodenkrebs betroffen. Er spricht über die Herausforderung von Ärzt:innen, das richtige Maß an Information preiszugeben und keine zusätzlichen Ängste vor Krebstherapien zu schüren. Derartige Therapien, wie etwa die Chemotherapie, werden individuell sehr unterschiedlich angenommen und führen zu unterschiedlichen körperlichen Belastungen. Als freier Journalist hat er seine Geschichte darüber hinaus in seinem Buch "Als ich dem Tod in die Eier trat" veröffentlicht und pflegt zudem seinen eigenen Blog.

Mag. Martina Löwe ist Geschäftsführerin der österreichischen Krebshilfe. Wir durften sie kürzlich zum Interview treffen. Vielen Dank für das gehaltvolle Gespräch!

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